Bodensee Rotaugen Woche vom 13. bis 19.Mai 2019

28.04.2019

Unbekannte Schätze des Bodensees
In den letzten Jahren, mussten die Bayerischen Berufsfischer erhebliche Einbußen bei den Fangmengen in Kauf nehmen. Der Fangrückgang wurde in erster Linie durch die veränderten ökologischen Bedingungen hervorgerufen. Dies betrifft besonders das Felchen, den "Brotfisch" der Bodenseefischer (vor 10 Jahren noch ca. 2/3 Anteil am Gesamtfang), welcher auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist. Ursache für die verringerten Fangmengen ist ein nährstoffarmer Bodensee, hervorgerufen durch die 3.te Klärstufe (chemische Reinigung) in den Kläranlagen. Es wird dort der lebensnotwendige Mineralstoff - Phosphat - ohne den es generell kein Leben geben würde in einem derartigen Ausmass entzogen, was überhaupt nicht mehr notwendig wäre.
Dadurch wurde zwar optisch die Wasserqualität im Bodensee erheblich verbessert, gleichzeitig aber die Nahrungsgrundlage für die heimischen Fischarten beschnitten, wie so oft eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

Um die wirtschaftlichen Einbußen der Berufsfischer etwas ausgleichen zu können, sollen bislang wirtschaftlich weniger bedeutende Arten, wie das Rotauge, das geschmacklich ein ausgezeichneter Fisch ist, dem bewussten Verbraucher nähergebracht werden. Der Anteil von Rotaugen betrug früher 10 % des Gesamtfanges der Bayerischen Berufsfischer, mittlerweile fast 30%, ausreichend Potenzial damit in den lokalen Gastronomie Betrieben auch weiterhin ein "Bodenseefisch" die Speisekarte bereichern könnte.

Bitte erkundigen Sie sich immer woher kommt der Fisch tatsächlich den Sie in den Restaurants bestellen, bzw. essen wollen!

 

 

Foto: Rotaugen - Bild IFI Starnberg